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BREAKING: Der letzte Monat hat begonnen, jetzt wird noch mal los gelegt!

Dienstag, 14. Juni 2011

3. Quartalsbericht


Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und ich habe doch noch so viel vor. Die Zeit rennt davon, was ich gerade jetzt merke wenn ich über das letzte Quartal nachdenken muss. Es ist einiges passiert und viel Interessantes.
Mitte März ging es endlich auf die meist erwartete Reise, Galapagos. Nur ein paar Tage zuvor mussten wir uns alle Sorgen um diese Reise machen, da kurz vorher das schreckliche Erdbeben in Japan war und, das einen Tsunami auslöste. Die Auswirkungen hier in Ecuador waren zwar nicht so stark, aber über die Freunde nachdenken zu müssen, die an der Küste leben und evakuiert wurden, war eine neue Erfahrung. Am  18. März ging es letzen Endes los Richtung Paradies. Schon am Flughafen begann alles wundervoll, als ich ein paar von den anderen Austauschschülern wieder traf. Zusammen saßen wir 2 Stunden im Flugzeug zu aufgeregt um still zu sitzen und um nicht die ersten Inseln zu verpassen. Als ich diese dann endlich sah, war ich erst mal etwas davon überrascht wie groß diese eigentlich waren. Aus dem Flugzeug gestiegen konnte keiner von uns glauben, dass wir angekommen waren. Das ganze Jahr hatten wir darauf gewartet und endlich waren wir angekommen. Das Wetter war heiß, auch wenn ich es mir heißer vorgestellt hatte, angenehm. Direkt nachdem wir den kleinen Flughafen verlassen hatten und im schönen Hotel eingecheckt hatten, ging es los zur Charls Darwin Station wo wir unter anderem die einsame riesen Schildkröte Jorge kennen lernten. Sie ist die letzte ihrer Art und sehr wahrscheinlich schwul somit sie sich nicht fortpflanzt bzw. fortpflanzen lässt. Nach der Rundtour ging es das erste Mal zu einem winzigen Strand. Ein wunderschönes Farbenspiel. Hinter uns grell grüne Büsche, dann der weiße weiche Sand und das glasklare blau/türkisfarbene Meer. Doch das spannende war wie schwarzes Lavagestein den Sand mit dem Meer verband. Generell war es schön sich nach 7 Monaten mal wieder frei zu fühlen, denn die Inseln sind so ungefährlich wie vielleicht kein anderer Ort. In den nächsten Tagen gingen wir zu unterschiedlichen kleinen Inseln um die ganzen einzigartigen Tiere zu sehen. Ich persönlich hatte schon seit zwei Jahren auf die blaufüßigen Tölpel gewartet und war so erfreut, als ich sie dann endlich auf den Klippen sitzen saß. An einem anderen Tag ging es zu dem Paradies Strand schlecht hin: nach einem zwei Stunden langen Weg durch Wald öffnete sich vor uns der wohl schönste Strand den man sich nur vorstellen kann. Es dauerte eine Stunde um von einem Ende ans andere zu laufen, aber das war kein Problem mit dem weichen, weißen Sand unter den Füßen und den Babyhaien in der Brandung. Es war tatsächlich das Paradies. Mein Highlight war jedoch, dass ich am letzten Morgen aus dem Program aussteigen konnte um Tauchen zu gehen. Es war eine der besten Erfahrungen dich ich je gesammelt habe und ein Traum ging in Erfüllung. Ich konnte mit Seerobben schwimmen, hatte die buntesten Fische um mich herum, Haie voraus und Mantas um mich schwimmen, was für mich der Höhepunkt war. Als ich wieder im Hotel ankam hatte ich das alles immer noch nicht realisiert. Schneller als erwartet waren die Tage dann auch schon vorbei und es ging zurück nach Loja.
Doch da blieb ich nicht lang um dann schon wieder zurück nach Cuenca zu gehen um Zeit mir Freunden zu verbringen.
Und so verging die Zeit bis dann auch schon mein Geburtstag vor der Tür Stand. Das war auch nochmal aufregend. Morgens gab es nichts besonderes, meine Geschwister gingen beinahe an mir vorbei ohne ein Wort zu sagen bis es ihnen wieder einfiel und meine Gastmutter gab mir eine flüchtige Umarmung. In der Schule dann war es wieder etwas anders.  Die meisten Klassenkameraden gratulierten und sangen mir, aber auch nichts Besonderes. Nach der Schule kam Robin, aus Australien mit zu mir nach Hause um dort mit meiner Familie ein Geburtstagsmittagsessen zu haben. Es gab Lasagne, was es hier nur an bestimmten Tagen gibt und statt einen Geburtstagskuchen wurde eben in die Lasagne eine Kerze reingesteckt. Nach einem kurzen ausruhen, habe ich mich dann auch schon fertig gemacht um später abends mich mit meinen Freunden und Klassenkameraden in einem Lokal zu treffen. Es kamen viele Leute, was mir den Abend nur noch mehr verschönerte und mich richtig gut fühlen lies. Dann war der Tag aber auch schon vorbei und ich viel tot ins Bett. Gott sei Dank, gab es am nächsten Tag keine Klassen, somit ich ausschlafen konnte. Ruckzuck verging die Zeit so, dass schon kurze Tage später die Osterferien begannen. Ich verbrachte meine Zeit mit Freunden, im Fitnessstudio oder einfach mal einen Tag ruhig nur im Bett verbringend.
Zur Überraschung kam ein paar meiner besten Freunde aus Cuenca in die Provinz Loja um im schönen Tal von Vilcabamba ihre Ferien zu verbringen.
Direkt anschließend zu den Ferien ging es schon auf die letzte Rotaryreise rund um Ecuador mit allen Austauschschülern zusammen. Es war zwar nicht so spannend für mich, da ich einiges schon kannte, aber mit den ATS ist es doch immer einen neue und andere Erfahrung. Jedoch musste eine Stadt von unserem Programm genommen werden: Baños. Der Vulkan Tungurahua war bzw. ist aktiv und spuckte Asche und Lava.  Baños lag leider zu nah an dem Vulkan, womit wir einen großen Bogen um diesen machten. Trotzdem konnten wir von anderen Städten aus den großen Aschepilz sehen.
Nach dem tränenreichen Abschied von allen ATS in Guayaquil ging es zurück nach Cuenca, wo nach einer interessanten ein weiterer Abschied folgte.
Wieder zurück in Loja  ging es nach 3 Wochen das erste Mal wieder in die Schule, jedoch alleine. Robin flog sofort nach Südafrika, da ihre dort wohnende Tante gestorben war. Dor würde sie auch für die nächsten 3 Wochen bleiben.
Ich bleib aber auch nicht lange in Loja sondern machte mich schon bald wieder auf Reisen. Dieses Mal Richtung Norden nach Riobamba um Maximilian zu besuchen. In einer Woche habe ich dort viele Abenteuer erlebt unteranderem sind wir mit dem Auto auf den Chimborazo gefahren um dort nach mehr als einem Jahr wieder etwas Schnee zu sehen und fuhren dann aber mit dem Fahrrad runter. Das war ein schönes aber eiskaltes Abenteuer, ich empfehle es jedem der nach Ecuador kommt.
Nach Riobamba ging es weiter nach Quito um noch mal das Großstadtleben zu genießen. Die letzten Austauschschülerpartys mitgemacht und die letzten Gastgeschenke für Deutschland eingekauft.
Endlich zurück in Loja, war die Reise aber noch nicht zu Ende. Eine Freundin war aus Quito mit nach Loja gekommen und ich konnte den ersten Gast bei mir zu Hause willkommen heißen. Ich zeigte ihr die ganze Stadt und ich konnte nochmal mit ihr entdecken wie schön mein Städtchen doch ist. Ein einfaches und perfekt passendes Sprichwort für Loja ist:
klein aber fein!
An einem Abend hatte ich eine Gala zur Verabschiedung der diesjährigen Abgänger, meine Klasse hatte diese organisiert und es wurde freudig mit Tanzaufführungen, Gesang und Reden gefeiert. Gegen Ende wurde es sehr emotional und auch ich wurde traurig, da mein Abschied von dieser Schule nun auch schon immer näher rückt. Auf der Afterparty wurden jedoch jegliche Sorgen vergessen und einfach zusammen gefeiert.
Kaum war meine Freundin schon wieder zurück in Quito und ich konnte mir nach 2 Wochen endlich mal wieder eine erholsame Nacht gönnen, im eigenen Bett, alleine um den ganzen Platz auszunutzen. Mit ausschlafen am nächsten Morgen war jedoch nichts, weil mich eine große aber nicht so schöne Überraschung erwartete.  Ich wachte durch ein Gebrüll vor meinem Zimmer früh auf und wollte schlaftrunken runter in die Küche gehen um zu Frühstücken, als ich jedoch aus meinem Zimmer trete sehe ich eine männliche Person mit dem Rücken zu mir stehen. Kaum ahnen kam mir langsam eine Idee in den Kopf, die mir nicht gefiel. Ich wollte zurück in mein Zimmer gehen um nachzudenken, als meine Gastmutter mich sieht und mich meinem Gastbruder  vorstellt, der ein Jahr in Pennsylvania war. Eigentlich sollte er erst in einer Woche kommen und bis dahin sollte ich auch in eine andere Familie gewechselt haben. Ich war so erschrocken, dass ich ihn schnell begrüßte und zurück in mein Zimmer ging, ich beschloss einfach normal weiter zu machen, Frühstück, eine Dusche und mir ging es schon mal ein bisschen besser. Bis meine Geschwister von den Examen wiederkamen und es das große Wiedersehen gab. Ich war gar nicht darauf vorbereitet was mich wieder etwas unwohl fühlen lies. Im Laufe des Tages regelte sich jedoch alles, ich würde weiterhin mit meiner Familie bleiben und sie würden eine bequeme Lösung für alle finden. Mittlerweile habe ich den Schock überwunden, verstehe mich gut mit meinem Bruder und lebe hier einfach wie gewohnt weiter. Meine Schulferien haben schon begonnen und ich genieße die letzte Zeit die mir bleibt und arbeite weiter an meinem Spanisch.

Mir geht es gut, ich bin glücklich hier und traurig, dass bald alles zu Ende sein wird, aber zur gleichen Zeit freue ich mich auf das Wiedersehen mit meiner Familie und Freunden in Deutschland, aber eins ist sicher: spätestens nach 3 Tagen werde ich Heimweh in meine neue Heimat haben!

Muchas Gracias Rotary  für dieses unvergessliche Jahr!

Isabelle Maus


Meine Lieben, es tut mir ja wirklich leid, dass es schon wieder so lange nichts Neugeschriebene gegeben hat. 
Oben sind die wichtigsten Informationen mit drin, aber ich erleutere jetzt natürlich nochmal ein bisschen.
Die Rundreise durch Ecuador war wirklich wunderschön, auch wenn ich wirklich viel schon gesehen hatte. Wir waren auch zum Beispiel auf ein paar Inka Ruinen, die ich noch nicht gesehen hatte. Ein kleines Machupichu, aber nicht wirklich spektakulär. Wir hatten einige Tage die so richtig eiskalt waren, an denen wir dann mit Mütze, Handschuhe und 5 Lamajacken übereinander raus sind. Ehrlich gesagt, hat das Spaß gemacht, sonst immer nur das konstante Wetter ist mittlerweile nämlich einfach nur langweilig...
Nach der großen Abschlussreise bin ich dann eben nochmal alleine auf Axe gegangen. Ein paar Highlights waren zum Beispiel in Riobamba: eine "Bar", das Verde Limon. Super bekannt unter allen Austauschschülern und nur in Riobama zu finden. Natürlich wollte ich dann sofort dort hin und zack auch ich war bezaubert. Also wirklich, das war das Paradies. Eine Fruchtsalatbar. Man fand alle sich vorstellbaren Früchte aufgeschnitten vor und konnte mit einer Schüssel rumgehen sich nehmen was man begehrte und dann mit Müsli, Jogurt, Sahne, Schokolade oder was auch immer mischen. Bezahlt wurde für das Gewicht, aber es war einfach super billig. 
In Quito gab es eine Chiva mit allen Austauschschülern, die kommen wollten. Das ist eine Art bunter Bus der keine Sitze hat, nur ein Geländer und auf dem man dann Party machen durch die Stadt gefahren wird. Es war einfach super lustig und als es dann vorbei war ging es selbstverständlich direkt weiter in einem Club. 
Am letzten Abend in Quito war ich auch nochmal in La Ronda, ein richtig süßes Sträßchen mit vielen kleinen Lokalen, Livemusik und Ausländern. Echt schön.
Dann als ich letzt endlich in Loja ankam, war ich echt überrascht. Marie, meine Freundin kam ja mit und wer hätte es erwartet?! Mein Haus perfekt geputzt, keine Sache war fehl am Platz und mein Badezimmer geschrubbt, mit Handtüchern perfekt hingelegt und... also ich war sprachlos! Genial muss ich sagen!
Leider hab ich mich dann aber etwas erkältet und konnte die Tage nicht so genießen, aber ich war auch einfach erschöpft. 
Momentan bin ich gerade wieder alleine zu hause. Meine Gastmama und mein Gastbruder sind in Qutio um Sachen für die Universität zu regeln. Aber es läuft alles gut, ich bin wieder halbwegs gesund und mit meinem Bruder verstehe ich mich gut.
Das wars so ziemlich an Neuigkeiten!

Heute ist es für mich noch genau ein Monat und ich kann es kaum glauben! So viel wie ich mich freue bin ich auch traurig es ging einfach ziemlich schnell vorbei!

Liebste Grüße und bis ganz bald ;)