Es ist nun 4
Monate her, dass ich am Frankfurter Flughafen mit den wohl gemischtesten
Gefühlen durch die Sicherheitskontrolle bin um einen sehr amüsanten Flug
anzutreten. Ich hatte eine gute Ablenkung, da ich mich mit meiner Sitznachbarin
wirklich super verstanden habe und somit vorerst alle Sorgen vergessen konnte.
Doch ich hatte mit Sicherheit nicht den besten und einfachsten Start in dieses
Austauschjahr. Wegen einigen Verspätungen während des Fluges kam mein Gepäck
leider nicht zur selben Zeit an wie ich. Nämlich geschlagene 3 Tage später. Das
war nicht so leicht, denn gerade in den ersten Tagen weit weg von zu Hause in
den Klamotten anderer fühlt man sich nicht so gut. Aber sobald die Koffer dann
endlich in meinem Zimmer lagen, konnte das alles nur noch besser werden! Und so
ging der erste Monat ruck zuck vorbei. Alles wurde schon langsam zur
Gewohnheit, die Schule hatte begonnen, mein Spanisch ist schon sehr viel besser
geworden und es ging schon auf die erste Reise.
Das
Sprachcamp: eine Stunde von Cuenca, der wohl schönsten Stadt hier, entfernt in
einer wunderschönen Umgebung! Man hat andere Austauschschüler kennen gelernt
und tauschte seine ersten Erfahrungen aus, es war eine wunderschöne Zeit und
als es dann nach wieder zurück ging, fühlte es sich sicherlich noch nicht so an,
als würde es „nach Hause“ gehen.
Schwupps war
auch schon der zweite Monat vorbei und es ging auf die nächste Reise, Manabí.
Wir sollten alle Austauschschüler die sich zu Zeit in Ecuador befinden kennen
lernen und einfach unheimlich viel Spaß
haben. Es wurde getanzt, gelacht, die schönsten Strände kennen gelernt,
neue Erfahrungen gemacht, Freundschaften geschlossen und beim Abschied viel geweint.
Doch dieses Mal kam ich nach Hause, ich war froh zu Hause zu sein, in mein Bett
zu fallen und mich erst mal wieder zu erholen.
Aber schon
am nächsten Wochenende sollte es wieder an den Strand gehen, mit meiner Familie,
nach Salinas. Es sollte wunderschön werden, ich hoffte mehr Bräune zu gewinnen,
einfach nur dort rumzuliegen und die Zeit zu genießen. Kam aber alles anders.
Das Wetter war super kalt ich lag nur im Bett statt am Strand und ich vermisste
die Familienurlaube von zu Hause sehr. Somit begann der dritte Monat ziemlich
ermüdigend und war bis jetzt auch die schwerste Zeit für mich hier. Das Heimweh
kam immer wieder, alles war so normal und es gab nichts zum drauf hin arbeiten
wie eine Reise oder ähnliches und die Zeit zog sich. Jeden Morgen fragte ich mich, warum ich hier
bin und warum ich zur Schule muss. Irgendwann kam dann der Knackpunkt auch wenn
ich ihn nicht wirklich bemerkt habe. Aber ich fuhr mit meiner Klasse nach Quito
und lernte die Hauptstadt etwas kennen, wenn auch nur Universitäten oder
Einkaufszentren. Später, um mich etwas abzulenken, bin ich Freunde in Cuenca
besuchen gefahren und habe dort eine super Zeit gehabt. Wieder zurück in Loja
begann auch hier mein Leben wieder Form anzunehmen und es war alles gut! Jetzt
geht es mir auch sehr gut und die Weihnachtserfahrungen sind ganz anders.
Wir
schmückten schon am Anfang November und ich habe ihnen allen einen
Adventskalender gebastelt um etwas von Deutschland zu zeigen. Generell komme
ich gut mit meiner Familie klar, was sich auch in der Novena zeigte. In der
Novena trifft man sich ab neun Tage vor Weihnachten jeden Abend mit der ganzen
Familie, betet, isst, erzählt und kämpft darum die schönste Krippe zu haben.
Auch mit
meiner Klasse hatte ich ein Weihnachtsessen und habe gesehen wie sehr wir uns
doch alle mögen und wie gut alles läuft.
Auch habe
ich eine weitere Seite von Ecuador gezeigt bekommen, als wir mit der Schule am
vergangenen Sonntag in ein Dorf außerhalb der Stadt gefahren sind und ihnen
Geschenke brachten. Es war eine rundum gute Erfahrung und ich finde auch eine
sehr nett Geste.
Mein
Spanisch ist mittlerweile auch gut, fast fließend. Ich kann mich ausdrücken und
meine Klassenkameraden helfen mir auch.
Jetzt freue
ich mich auf die Erfahrungen von Weihnachten und auf das was in den nächsten 7
Monaten noch auf mich zu kommmt!
Zum Schluss
möchte ich mich nochmal bei Rotary bedanken, dass sie mir das alles ermöglicht
haben, denn als Fazit: es war die richtige Entscheidung hier her zu kommen und
ich bin jetzt schon um soviel bereichert, dass es nur noch besser werden kann!
Vielen Dank
und die aller liebsten Grüße aus Ecuador
Hey ich habe mich gerade mal durch deinen Blog gelesen ;) das hoert sich doch alles recht gut an ;) kannst ja bei mir auch mal vorbei gucken bei gelegenheit :)
AntwortenLöschenKatrieke (thailand)
ps ist es ok das ich dich verlinkt habe?