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BREAKING: Der letzte Monat hat begonnen, jetzt wird noch mal los gelegt!

Montag, 18. April 2011

Galápagos und 17

Hallo meine Lieben,
ich weiß es ist schon wieder eine Ewigkeit vergangen, aber dafür gibt es auch einiges zu berichten.
Ich leg mal mit dem aufregendsten Teil meines ganzen Austauschjahres an: Galapagos. Da hat man dann das ganze Jahr darauf hin gearbeitet und dann ist es soweit. Ich wusste ja schon die ganze Zeit dass es traumhaft ist und all das, aber eigentlich wusste ich garnichts über Galapagos. Fand ich am Ende auch gut so. Die Reise ging hier in Loja schon einen Tag früher los richtung Cuenca, da hab ich dann erstmal meine ganzen Freunde getroffen eine schlaflose Nacht verbracht und um 3 uhr morgens mit dem Bus nach Guayaquil, Ecuadors größte Stadt. Am Flughafen haben wir den Rest getroffen und dann ging es 2 Stunden lang im Flugzeug nach Baltra. Eine kleine Insel vor Santa Cruz, eine etwas größere Insel. Das erste was mir auffiel war, dass alles ja eigentlich viel größer ist als erwartet. Nix da von wegen ein paar kleine inselchen, eigentlich ziemlich blöd von uns so etwas zu glauben, aber ich war nicht die einzige! Dann ging es mit einer kleinen Fähre und einem Bus zum Hotel. Klein aber fein, ich fands nett. Nach dem Mittagessen ging es auch schon direkt mit dem Programm los: auf zur Charls Darwin Station. Charls Darwin hat auf Galapagos seine Evolutionstheorie entwickelt, nur so nebenbei. Auf der Station haben wir Solitario Jorge getroffen. Eine fast 200 Jahre alte Schildkröte und die letzte ihrer Art. Jede einzelne Insel der Galapagosgruppe hat seine eigene Schildkrötenspezie, aber von den riesigen Schildkröten! An die Schildkröten konnten wir richtig nah dran und das einzige was auffällt ist, dass sie einfach hässlich sind, schwer und stinken! Aber beeindruckend. Wir haben noch mehr Tiere gesehn, wie Exen bzw. Kobolde und vieles mehr. Es war alles so unwirklich! Abends konnten wir in der kleinen Stadt rumlaufen, es gab viele kleine Läden und Restaurants und dann einen kleinen Fischerhafen. Da lagen überall die Fischköpfe rum und die Pelikane haben sich zu tausenden versammelt um um die Fischreste zu kämpfen. Also diese Pelikane sind einfach nur unheimlich putzig! Aber noch lange nicht so süß wie die Robben die da dann aus dem Wasser robben und den Menschen auf schritt und tritt folgen.
Am nächsten Morgen ging es früh raus, mit dem booooot oho, nacht Santa fe. Eine kleine Insel ungefähr eine Stunde raus auf dem Meer, auf die man aber nicht drauf darf. Da hab ich dann endlich meine Blaufüßigen Tölpel gesehen. Es war ziemlich genial. Erst erkennt man sie nicht weil die schwarze Felsküste ganz weiß ist von dem "Resteablass" (Ich wollte jetzt ein professionelles Wort verwenden, aber ich komm einfach nicht drauf wie ich das ausdrücken könnte) der Tölpel, und dann kann man die Tölpel erst nicht sehen, aber dank der blauen Füße und dem blauen Schnabel fallen sie einem dann plötzlich in die Augen und sie sind einfach nur putzig!! Wir haben noch 1000 verschiedene Vogelarten gesehen und sind dann in einer kleinen Bucht geendet.   Dort sind wir Schnorcheln gegangen und mir war da dann schon einfach klar, dass ich hier tauchen gehen muss. Es war wunderschön. Aber, ich habe mich die ganze zeit schön eingecremt um nicht zu verbrennen sondern nur braun zu werden. Das hat auch alles wunderbar geklappt bis, maldito agua, beim schnorcheln das wasser die creme abwischte und die sonne auf meinen blanken rücken prallte. Ich habe nichts gemerkt, gehe glücklich zurück zum Hotel, Menschen kommen von hinten angerannt: DU BIST GANZ ROT; ROT; ROT ROOOOOT. Mist! Da hat mich meine Austraulianische Austauschpartnerein aus Loja noch ausgelacht. Noch.
Nachmittags ging es zu las Grietas. Es war erstmal ein ziemlich harter Weg dahin zu kommen, weil das kein weg war, sondern zerbröckeltes Lavagestein. sprich man schneidet sich die Füße bei jedem Step auf und rutscht hin und her. Auf dem Weg hat man die Folgen von dem Tsunami sehen können: weggetragene Brücken bzw. Stege, neu entstandene Lagunen oder Boote die in die umliegeneden Büsche geschleudert wurden. Es war einfach nicht schön.
Dann kamen wir a las Grietas. Das ist eine Kluft zwischen zwei 15 Meter hohen Klippenwänden und unten tiefem Meerwasser. Wir durften dann reinspringen, aber nur von max. 4 Metern, weil es ja sehr gefährlich ist. Hiermit erinnere ich daran, dass wir Austauschschüler sind uns egal ist was man gesagt bekommt und somit einfach erst von 2 dann 4, 5, 7, 15 Metern springt. Wir haben überlebt! (ich bin nicht gesprungen, hehe). Abends konnten wir wieder in die Stadt.
Der nächste Tag, war schön, aber auch nicht. Ich und mein Ozzy Robi wurden vergessen.  Alle waren auf einmal weg. Wir sind dann verloren auf der Insel geirrt und haben eventuell eine Betreuerin getroffen die uns im Taxi mit zu den anderen genommen hatte. An diesem Morgen wie auch schon die ganze Zeit, hatte sich meine Robi geweigert Sonnencreme aufzutragen, weil sie das ja nicht braucht, weil sie ja aus Australien ist. Meine Versuche ihr zu erklären, dass wir hier auf dem Äquator sind, sind alle gescheitert! Naja was solls sie würde es erleben. Wir sind dann zurück mit den anderen 2,5 kilometer zu dem wohl schönsten Strand der Welt gelaufen. Er war gigantisch: es dauerte eine Stunde von einem Ende ans andere zu laufen, der Sand war der weisseste der Welt und das Meer blauer als blau und dann schwarze Steine die das blaue mit dem weisen verbunden haben. Man kann es sich garnicht vorstellen so genial war das Farbenspiel! Mit uns sind die schwarzen Koboldexen gelaufen, die sind ja auch putzig. Der weg zurück zum hotel war allerdings nicht so schön, weil die Füße nass waren vom wasser und dann mit sand und dann mit flipflops -Blasen, zwischen den Fußzehen, wie eklig! Das waren aber nicht die einzigen Wunden, Robi war verbrannt, von oben bis unten. Ich habe mich ja fast etwas daran erfreut, aber naja es war ihre schuld. Die nächsten 2 Wochen sollte ich mir dann noch ihr gejammer an hören wie alles weh tut, wie es juckt und wie sie sich schält. Am Nachmittag sind wir zu einem Tunnel gefahren, der ist auf natürliche Weise entstanden, als bei einem Vulkanausbrauch Luft begraben wurde, das war nicht so spannend. Abends wollte ich ganz normal essen, als dann alles hektisch wurde wegen meinem bevorstehenden Tauchgang. Fünfmal bin ich zwischen Rezeption, meinem Zimmer und der Tauchbasis hin und her gerannt! Am Ende war dann alles organisiert und ich sollte am nächsten Morgen um 6.00 auf der Matte stehen.
Gesagt getan war ich ganz pünktlich dort und es ging wieder mit einem Boot raus. Ich musste garnichts machen, das war ziemlich ungewohnt, nicht mal die Gerätze zusammen bauen nur den Anzug anziehen.  Dann ging es auch schon los mit dem 1. Tauchgang. Am Anfang erst nur unheimlich bunte und viele Fische, dann später Rochen und dann wars erst mal halb vorbei weil der Tauchguia die anderen 3 männer die mit dabei waren hoch zum Boot geschickt hat. Das waren unerfahrene Taucher aus der Ukraine. Der ist dann nochmal ein bisschen mit mir alleine weiter und dann wurds spannend. Erst kommt sowas schwarzes großes durch meine Beine zu mir hoch getaucht und guckt mich an, eine Robbe direkt vor mir, in meine Augen starrend (OH MEIN GOTT SIND DIE SÜß) und dann taucht sie weiter im Kreis um mich herrum und hoch und runter und um mich rum. Ich war so fasziniert und entzückt, dass ich erst nicht gemerkt habe dass der Guia auf was zeigt. Da waren dann zwei 3 meter lange Mantas ca. 10 meter von mir weg, aber ich konnte sie so klar erkennen, ihre Sitelaugen und die Bewegungen, faszinierend. Die Robbe war dann verschwunden, aber die Mantas haben einen großen Kreis um mich gezogen, erst als wir wieder aufs Boot sind habe ich es realisiert! Beeindruckend.
Wir aßen dann eine kleinigkeit und machten uns schon bald wieder los, als ich mich vom Boot fallen lies, wäre ich beinah auf einen riesige Schildkröte gefallen, habe sie aber gott sei dank verfehlt. Bei dem Tauchgang war es unheimlich kalt und die Strömung sehr stark aber die Fische waren ganz nah und noch bunter und ganz viele Seesterne in den unglaublichsten Farben. Gegen Ende als wir gerade um eine Kurve gehen wollten dümpelte eine Schildkröte ganz ruhig an uns vorbei, aaaah die sind ja auch so süß!
Wegen der Kälte sind wir dann aber schon früher raus. zurück gefahren und dann war es vorbei. Alle anderen waren zu der zeit noch auf einer tagestour die ich ja nicht mitmachen konnte, also habe ich geduscht, gegessen und bin alleine nochmal die ganze Stadt angucken gegangen. Bin dann fast zu spät zurück, weil wir für den letzten Abend auf eine Hacienda fahren würden wo es eine wunderschöne Aussicht auf die ganze Insel gab. Wir haben tausend Bilder gemacht, dann lecker gegessen, die Königen der Reise gewählt und dann getanzt. Da es einen Pool gab war es vorprogramiert, dass wir alle im Pool landen würden. Nicht voraussehbar war jedoch, dass der Chef von dem ganzen Austauschprogramm, der mit unserer Gruppe mit war, sich freiwillig ins Wasser werfen lassen würde. Sehr cool.
Am nächsten Morgen ging es dann auch schon wieder zurück zum Flughafen. Unterwegs haben wir einen Stopp an zwei Kratern gemacht, die einem Bombenkrater ähnelten, aber auch wieder nur begrabene Luft waren und das dann zusammenkrachte.
Die Reise war ein Traum, vielleicht nicht sehr lange, aber ausreichend Zeit um den kleinen Teil von Galapagos kennen zu lernen! Ich wünsche einfach nur, dass jeder mal die Chance hat das zu sehen.
Wieder zurück in der Schule mussten wir einen Englischsongcontest in unserer Schule präsentieren, aber natürlich ganz spontan und ohne Vorwarnung, klar. Es war aber sehr spaßig und wir haben echt ein paar Talente hier. Meine zwei Klassenkameradinnen haben einwandfrei gesungen und auch gewonnen. Ansonsten ist hier ja momentan dieser Sportwettkampf zwischen allen Schulen in Loja, deswegen werden wir fast täglich auf ein Fußball oder Basketballspiel geschickt um kräftig anzufeuern. Das werde ich wohl sehr vermissen, denn hier haben die echt einen großen Teamgeist und schreien sich den Hals wund und sie sind stolz auf ihre Schule und alles was dazu gehört.
Dann war ich zwischendruch nochmal in meiner "nachbar" Stadt Cuenca für den Geburtstag meiner Französin aus Straßbourg ( wie witzig, wir leben in Europa und hier in Ecuador auf gleicher Entfernung). Das Wochenende war unheimlich anstrengend, aber einfach nur lustig, weil die Austauschschüler dort die ganzen Besitzer von den Clubs kennen  kommen wir überall umsonst rein, als VIP oder Getränke ausgegeben oder einfahc mal nachmittags alleine rein um mit dem Besitzer Karaoke zu singen. Es war einfach genial. Und dank des perfekten Timing waren gerade die Feste von Cuenca, sprich tausend Sachen zum einkaufen und Konzerte. Aber als ich dann wieder zu Hause war, schlief ich fast einen Tag druch.
Und schon stand mein Geburtstag vor der Tür. Den Tag davor war ich ziemlich unruhig weil ich wusste, dass meine familie nicht wusste, das am nächsten tag mein Geburtstag wäre. Welch Glück, dass meine Cousine dann reingeschneit kam und das erst mal druch das ganze Haus schrie. Schlafen konnte ich die Nacht ab 00.00 doch nicht, da meine liebe Familie aus Deutschland angerufen hatte und gesungen hat, sehr nett! Der Tag begann dann relativ normal. Meine Geschwister hätten es beinah doch vergessen, meine Mama hat dran gedacht und meine Klassenkameraden auch. In der Schule habe ich momentan nichts zu tun, da alle gerade Examen geben oder einen Tanz zusammenstellen für einen Tanzcontest in unserer Schule ( er war am Freitag und meine Klasse hat gewonnen wuhuuuu). Zum Mittagessen ist Robi mitgekommen und es gab leckeres Essen, statt einen Geburtstagskuchen eine Lasagne mit Kerze. Das war zwar nett, aber ich will nie nie nie niemehr einen Geburtstag ohne Geburtstagskuchen :( !! Dann habe ich mal wieder Siesta gemacht und abends habe ich mich mit meiner Klasse in einer Bar getroffen. Das war der beste Part des Tages, weil tatsächlich fast meine ganze Klasse gekommen war und mit mir getrunken, gefeiert und gelacht hat. Das hat mich unheimlich glücklich gemacht!
Und das war es bis jetzt auch. Jetzt hab ich Ferien gehe hoffentlich noch an den Strand und dann schon auf die letzte Rundreise.
Es sind schon fast 8 Monate vorbei und nur noch etwas weniger als 3 Monate, das im Tagesverhältins : 239 zu 86 ist doch schon irgendwie komisch. Aber das heißt man sieht sich bald!
Liebe Grüße

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